Einleitung
DTG-T-Shirt-Druck, auch als Direct-to-Garment-Druck bekannt, ist ein digitales Veredelungsverfahren, bei dem wasserbasierte Tinten mithilfe spezieller Inkjet-Technologie direkt auf den Stoff gedruckt werden. Wenn Sie sich schon einmal gefragt haben, was ist DTG-Druck auf Shirts, lautet die einfachste Antwort: Es funktioniert ähnlich wie ein Papierdrucker – nur dass das Motiv statt auf Papier direkt auf ein fertiges Kleidungsstück gedruckt wird. Dadurch sind detailreiche Motive, weiche Farbverläufe und vollfarbige Grafiken möglich, ohne dass Siebe oder Transfers erforderlich sind.
Bekleidungsmarken wählen DTG-Shirt-Druck aufgrund seiner Flexibilität, insbesondere bei der Produktion kleiner Chargen, von Mustern oder Limited-Edition-Drops. Im Gegensatz zu traditionellen Verfahren, die für jede Farbe oder jedes Design eine Einrichtung erfordern, ermöglicht DTG eine On-Demand-Produktion mit minimaler Rüstzeit. Das macht es besonders attraktiv für Startup-Marken, E-Commerce-Anbieter und Fashion-Labels, die neue Kollektionen testen.
Dieser Leitfaden konzentriert sich auf die Fertigungsseite des DTG-T-Shirt-Drucks – einschließlich Stoffauswahl, Kostenstruktur, Produktionsablauf und Qualitätskontrollaspekten – und hilft Bekleidungsmarken, fundierte Produktionsentscheidungen zu treffen, statt nur Designentscheidungen.
Was ist DTG-Druck auf Shirts?
Definition von Direct-to-Garment (DTG)-Druck
Direct-to-Garment (DTG)-Druck ist ein digitales Textildruckverfahren, bei dem wasserbasierte Pigmenttinten direkt auf die Oberfläche eines fertigen Kleidungsstücks aufgebracht werden. Im Gegensatz zu traditionellen Veredelungstechniken, die Siebe, Platten oder Transferfolien erfordern, nutzt DTG spezielle Inkjet-Druckköpfe, um Tinte präzise auf die Textilfasern aufzubringen.
Die Tinten werden vom Kleidungsstück aufgenommen und anschließend thermisch ausgehärtet, um Haltbarkeit und Waschbeständigkeit sicherzustellen. Da der Prozess digital gesteuert wird, ermöglicht der DTG-Druck hochdetaillierte Grafiken, komplexe Farbmischungen und Druckdaten in Fotoqualität – ohne zusätzliche Einrichtung pro Farbe. Das macht ihn besonders geeignet für mehrfarbige Designs und kurze Produktionsläufe.
Wie sich DTG-Druck auf T-Shirts von traditionellen Verfahren unterscheidet
DTG-Druck unterscheidet sich in mehreren grundlegenden Punkten von traditionellen Verfahren wie dem Siebdruck:
- Keine Sieberstellung: Siebdruck erfordert separate Siebe für jede Farbe, während DTG direkt aus einer digitalen Datei druckt.
- Unbegrenzte Farbfähigkeit: DTG kann komplexe Verläufe und feine Details reproduzieren, ohne die Rüstkomplexität zu erhöhen.
- Mehr Flexibilität bei niedriger Mindestbestellmenge: Da der Rüstaufwand minimal ist, ist DTG für kleine Chargen effizienter.
- Interaktion mit dem Material: DTG-Tinten verbinden sich direkt mit Baumwollfasern und erzeugen einen weicheren Griff im Vergleich zu dicken Farbschichten einiger traditioneller Verfahren.
Allerdings erreicht DTG bei sehr großen Großaufträgen aufgrund der Stückkosten für Tinte und Maschinenzeit nicht immer die Kosteneffizienz des Siebdrucks.
Warum DTG-Shirt-Druck bei Kleinserienmarken beliebt wurde
DTG-Shirt-Druck gewann an Popularität parallel zum Aufstieg von E-Commerce, Print-on-Demand-Plattformen und unabhängigen Bekleidungs-Startups. Marken mussten sich nicht mehr auf Hunderte von Teilen pro Design festlegen. Stattdessen konnten sie neue Grafiken testen, limitierte Drops launchen oder Made-to-Order-Kollektionen mit reduziertem Lagerbestandsrisiko produzieren.
Für aufstrebende Bekleidungsmarken bietet DTG drei strategische Vorteile:
- Low-MOQ-Flexibilität zum Testen neuer Designs
- Schnelle Durchlaufzeit für Muster und Pre-Launch-Kampagnen
- Vollfarb-Freiheit ohne farbabhängige Kostenerhöhungen
Dadurch ist DTG zu einem zentralen Produktionsverfahren für Marken geworden, die Geschwindigkeit, Designkomplexität und kontrolliertes Bestandsmanagement priorisieren.
Wie DTG-T-Shirt-Druck funktioniert (Schritt für Schritt)
Das Verständnis des DTG-Produktionsablaufs hilft Bekleidungsmarken, Qualität, Durchlaufzeit und Kosteneffizienz zu bewerten. Auch wenn der Prozess von außen einfach wirkt, umfasst professionelle DTG-Fertigung mehrere kontrollierte Schritte, um Druckhaltbarkeit und Konsistenz sicherzustellen.

Kleidungsstückvorbereitung & Vorbehandlung
Bevor der Druck beginnt, muss das Kleidungsstück korrekt vorbereitet werden. Bei Shirts auf Baumwollbasis umfasst dies in der Regel eine Vorbehandlung, eine flüssige Lösung, die vor dem Tintenauftrag auf den Druckbereich aufgetragen wird.
Die Vorbehandlung erfüllt mehrere kritische Funktionen:
- Hilft, dass Weißtinte auf dunklen Stoffen aufliegt
- Verbessert die Bindung der Tinte an die Fasern
- Steigert die Farbbrillanz
- Erhöht die Waschbeständigkeit
Nach der Vorbehandlung wird das Kleidungsstück kurz wärmegepresst, um die Oberfläche zu trocknen und zu glätten. Dieser Schritt sorgt für eine gleichmäßige Druckfläche und verhindert ein Verlaufen der Tinte während des Drucks.
Bei dunklen Kleidungsstücken ist die Präzision der Vorbehandlung besonders wichtig, da eine fehlerhafte Anwendung Flecken oder eine ungleichmäßige Abdeckung der weißen Unterlegung verursachen kann.
Druckprozess & Tintenauftrag
Sobald das Kleidungsstück auf dem Platen positioniert ist, trägt der DTG-Drucker die Tinte schichtweise direkt auf den Stoff auf.
Für hellfarbige Shirts:
- CMYK-Wasserfarben werden direkt auf das Gewebe gedruckt.
Für dunkelfarbige Shirts:
- Zunächst wird eine weiße Unterlegung gedruckt.
- Anschließend werden CMYK-Farben darüber geschichtet, um Farbgenauigkeit und Deckkraft sicherzustellen.
Die digitale Datei steuert die Tropfenplatzierung und ermöglicht hochauflösende Details, weiche Farbverläufe und fotografische Effekte. Die Druckzeit variiert je nach Motivgröße, Farbdichte und Druckermodell.
Aushärtung & Finish
Nach dem Druck muss das Kleidungsstück mit einer Transferpresse oder einem Durchlauftrockner ausgehärtet werden. Dieser Schritt polymerisiert die Tinte, verankert sie in den Textilfasern und gewährleistet Waschbeständigkeit.
Typische Aushärtungstemperaturen liegen zwischen:
- 160–180°C (320–356°F), abhängig von den Vorgaben des Tintenherstellers.
Eine korrekte Aushärtung beeinflusst direkt:
- Druckbeständigkeit
- Beständigkeit gegen Rissbildung oder Ausbleichen
- Gesamter Griff
Eine zu geringe Aushärtung kann zu vorzeitigem Ausbleichen führen, während eine zu starke Aushärtung Verfärbungen des Stoffes verursachen kann.
Qualitätskontrolle in der DTG-Produktion
Professionelle DTG-Fertigung umfasst Kontrollen in mehreren Prozessschritten:
- Konsistenzprüfung der Vorbehandlung
- Überprüfung der Farbgenauigkeit
- Ausrichtung der weißen Unterdruckschicht (für dunkle Textilien)
- Waschtestmuster (für die Serienproduktion)
Typische in der Qualitätskontrolle überwachte Probleme sind:
- Streifenbildung
- Tintenübersprühen
- Farbabweichungen
- Ungleichmäßige Vorbehandlungsflecken
Für Bekleidungsmarken, die ihre Produktion skalieren, ist eine konsistente Prozesskontrolle entscheidend, um die Wiederholgenauigkeit der Drucke über Chargen hinweg sicherzustellen.
Beste Stoffe für DTG-Shirt-Druck
Die Stoffauswahl ist eine der wichtigsten Entscheidungen beim DTG-T-Shirt-Druck. Da DTG-Tinten wasserbasiert sind und für die Bindung an Naturfasern ausgelegt sind, beeinflusst die Materialzusammensetzung direkt Farbbrillanz, Waschhaltbarkeit und das gesamte Druckgefühl. Die Auswahl des richtigen Blank-Shirts kann Produktionsprobleme deutlich reduzieren und die Kundenzufriedenheit verbessern.
100 % Baumwolle vs. Baumwollmischungen
100 % Baumwolle gilt weithin als der beste Stoff für DTG-Druck. Die Naturfasern nehmen wasserbasierte Tinten effektiv auf, was zu Folgendem führt:
- Höhere Farbbrillanz
- Bessere Tintendurchdringung
- Weicherer Griff
- Verbesserte Waschbeständigkeit
Baumwollmischungen (wie 60/40 oder 50/50 Baumwolle-Polyester) können ebenfalls verwendet werden, jedoch kann die Druckbrillanz abnehmen, da Polyesterfasern DTG-Tinten nicht auf die gleiche Weise aufnehmen. Je höher der Baumwollanteil, desto besser ist in der Regel das Gesamtergebnis.
Für Marken, die Premiumdrucke anstreben, bleibt 100 % gekämmte oder ringgesponnene Baumwolle die bevorzugte Wahl.
Ringgesponnene Baumwolle vs. Open-End-Baumwolle
Nicht alle Baumwollstoffe verhalten sich in der DTG-Produktion gleich.
Ringgesponnene Baumwolle hat feinere, glattere Garne. Das führt zu:
- Eine gleichmäßigere Druckoberfläche
- Bessere Detailwiedergabe
- Konstantere Tintenaufnahme
Open-End-Baumwolle ist zwar häufig kostengünstiger, hat jedoch eine gröbere Textur. Das kann zu Folgendem führen:
- Leicht reduzierte Druckschärfe
- Stärker sichtbare Faserstruktur unter großen Vollflächen
Für hochdetaillierte Motive oder Premiumkollektionen wird ringgesponnene Baumwolle in der Regel empfohlen.
Idealer GSM-Bereich für DTG-T-Shirts
Auch das Stoffgewicht beeinflusst die Druckleistung. Der ideale GSM-Bereich (Gramm pro Quadratmeter) für DTG-T-Shirts liegt typischerweise bei:
- 160–220 GSM
Leichte Shirts unter 150 GSM können ein Durchschlagen der Tinte oder eine geringere Deckkraft zeigen, insbesondere bei flächigen Designs. Schwerere Kleidungsstücke über 240 GSM bieten eine bessere Struktur, können jedoch etwas längere Aushärtungszeiten erfordern.
Bei DTG-Shirts in Standard-Retailqualität sind 180–200 GSM häufig der optimale Kompromiss aus Tragekomfort, Langlebigkeit und Druckschärfe.
DTG-Druck auf schwarzen & dunklen Shirts (weiße Unterlegung erklärt)
Das Bedrucken von schwarzen oder dunkel gefärbten Shirts erfordert einen zusätzlichen technischen Schritt: die weiße Underbase.
Da DTG-Tinten nicht von Natur aus deckend sind, wird zunächst eine Schicht weißer Tinte gedruckt. Diese dient als Basis, damit CMYK-Farben auf dunklem Stoff kräftig und farbgenau wirken.
Wichtige Aspekte beim Druck auf dunkle Textilien sind unter anderem:
- Korrekte Anwendung der Vorbehandlung
- Präzise Ausrichtung der weißen Unterdruckschicht
- Kontrollierter Tintenauftrag in Schichten, um einen harten Griff zu vermeiden
Ohne eine gut kalibrierte weiße Underbase können Farben gedämpft oder ausgewaschen wirken. Für Marken mit dunklen Kollektionen ist die Arbeit mit korrekt vorbehandelten Shirts für den DTG-Druck entscheidend, um Konsistenz und Farbintegrität zu gewährleisten.
DTG-Druck auf verschiedenen Bekleidungstypen
DTG wird zwar am häufigsten mit T-Shirts in Verbindung gebracht, die Technologie lässt sich jedoch auf verschiedene Bekleidungskategorien anwenden. Allerdings bringt jeder Bekleidungstyp unterschiedliche Anforderungen an Stoff, Oberfläche und Produktion mit sich. Bekleidungsmarken sollten Struktur, Materialstärke und Faserzusammensetzung bewerten, bevor sie über Basic-Tees hinaus skalieren.
T-Shirts
T-Shirts bleiben das effizienteste und am zuverlässigsten vorhersehbare Kleidungsstück für den DTG-Druck. Ihre flache Oberfläche, die stabile Stoffspannung und der überwiegend aus Baumwolle bestehende Aufbau machen sie ideal für eine konstante Tintenaufnahme und Aushärtung.
Standard-Rundhals-Baumwoll-T-Shirts (180–200 GSM) bieten in der Regel:
- Gleichmäßige Vorbehandlungsabdeckung
- Zuverlässige Leistung der weißen Unterdruckschicht
- Ausgewogener Griff nach dem Aushärten
- Stabile Reproduzierbarkeit über Produktionschargen hinweg
Für die meisten Marken, die in die DTG-Produktion einsteigen, sind T-Shirts der risikoärmste Startpunkt.
Sweatshirts & Hoodies
Auch Sweatshirts und Hoodies können per DTG bedruckt werden, bringen jedoch zusätzliche Variablen mit sich:
- Dickerer Stoff kann eine angepasste Aushärtezeit erfordern
- Fleece-Innenseiten können während der Vorbehandlung Feuchtigkeit einschließen
- Nähte und Taschenbereiche begrenzen die bedruckbare Fläche
Da diese Teile schwerer sind (oft 240–350 GSM), wird die Präzision der Druckplatzierung wichtiger. Die Tintensättigung muss ggf. kalibriert werden, um ein übermäßig „schweres“ Griffgefühl auf dickeren Materialien zu vermeiden.
Marken sollten außerdem bestätigen, dass die Stoffoberfläche ausreichend glatt ist. Aufgerautes Fleece mit ausgeprägter Textur kann die Detailschärfe leicht reduzieren.
Schwerer vs. leichter Stoff
Das Stoffgewicht beeinflusst sowohl die Druckoptik als auch die Produktionseffizienz.
Leichte Textilien (unter 160 GSM):
- Schneller zu drucken und auszuhärten
- Risiko des Durchschlagens der Tinte
- Geringere strukturelle Stabilität während der Vorbehandlung
Schwere Textilien (220+ GSM):
- Besserer Tintenstand
- Haltbarere Druckoberfläche
- Etwas längere Aushärtezeit
- Höhere Bekleidungskosten
Für Premium-Streetwear-Kollektionen liefern schwere Baumwoll-Rohwaren häufig eine stärkere Druckwirkung und einen höher wahrgenommenen Produktwert.
Oversize- & Streetwear-Blanks
Oversized- und Streetwear-Silhouetten sind in DTG-Kollektionen zunehmend beliebt. Diese Teile zeichnen sich häufig aus durch:
- Überschnittene Schultern
- Breitere Schnittführung am Rumpf
- Schwerere Baumwollstoffe
- Kastenförmige oder lockere Passformen
Aus Produktionssicht können größere bedruckbare Flächen die Druckzeit und den Tintenverbrauch erhöhen. Marken sollten dies bei der Kostenkalkulation berücksichtigen, wenn sie großformatige Grafiken anbieten.
Zudem verwenden Streetwear-Rohwaren häufig Stoffe mit höherem GSM (220–260 GSM), was die Farbtiefe erhöhen kann, jedoch eine sorgfältige Aushärtung erfordert, um die Weichheit zu erhalten.
Bei der Auswahl nicht standardmäßiger Bekleidungsarten für den DTG-Druck wird dringend empfohlen, vor der Serienproduktion Muster zu testen, um Farbgenauigkeit, Interaktion mit der Textur und Waschbeständigkeit zu validieren.
DTG-Druckkosten pro Shirt: Was Marken erwarten sollten
Eine der häufigsten Fragen, die Bekleidungsmarken stellen, lautet: Wie viel kostet DTG-Druck pro Shirt? Die Antwort hängt von mehreren Produktionsvariablen ab, darunter Bekleidungsart, Designabdeckung, Tintenverbrauch und Bestellmenge. Im Gegensatz zu traditionellen Verfahren mit hohen Einrichtungskosten ist die DTG-Kostenstruktur weitgehend variabel und wird pro Einheit kalkuliert.
Das Verständnis jeder Kostenkomponente hilft Marken, Margen genauer zu kalkulieren und unerwartete Produktionsausgaben zu vermeiden.
Aufschlüsselung der Kostenbestandteile
Professionelle DTG-Kosten pro Shirt umfassen in der Regel die folgenden Elemente:
1. Kosten der Rohware
Der Grundpreis des T-Shirts variiert je nach Stoffqualität, GSM und Beschaffung. Premium-Rohwaren aus ringgesponnener Baumwolle sind teurer als Standard-Open-End-Baumwolle.
2. Kosten für Vorbehandlung
Dunkle Textilien erfordern Vorbehandlung und die Vorbereitung der weißen Underbase. Dadurch steigen Material- und Arbeitskosten pro Einheit.
3. Tintenkosten
Der Tintenverbrauch hängt ab von:
- Designgröße
- Farbdichte
- Ob eine weiße Unterdruckschicht erforderlich ist
Große Designs mit hoher Sättigung verbrauchen deutlich mehr Tinte.
4. Arbeitsaufwand & Einrichtung
Obwohl DTG keine Siebeinrichtung erfordert, benötigt jedes Teil weiterhin das Aufziehen, Ausrichten, Drucken, Abnehmen und Aushärten.
5. Ausschussquote
Professionelle Produktion berücksichtigt einen kleinen Prozentsatz für:
- Fehldrucke
- Farbkalibrierungstests
- Mustergenehmigungen
Diese indirekten Kosten werden in den Stückpreis pro Shirt eingerechnet.
Warum die DTG-Kosten pro Shirt je nach Bestellmenge variieren
DTG-Druck skaliert nicht auf die gleiche Weise wie Siebdruck. Da die Einrichtungskosten minimal sind, sind kleine Bestellungen wirtschaftlich realisierbar. Allerdings sinken die Stückkosten nicht drastisch, wenn die Bestellmenge steigt.
Zum Beispiel:
- Bei 10 Shirts vs. 50 Shirts kann eine leichte Effizienzsteigerung auftreten
- Bei 50 Shirts vs. 500 Shirts lässt sich möglicherweise keine wesentliche Kostenreduzierung erzielen
Das liegt daran, dass jedes Shirt weiterhin individuelle Maschinenzeit und Tintenverbrauch erfordert.
Für große Serienproduktionen (Hunderte oder Tausende Einheiten pro Design) wird Siebdruck häufig kosteneffizienter.
Versteckte Kostenfaktoren in der DTG-Produktion
Marken, die die DTG-Druckkosten pro Shirt bewerten, sollten auch versteckte Variablen berücksichtigen:
- Druckflächenanteil (vollflächiger Frontdruck vs. kleiner Brustdruck)
- Verbrauch weißer Tinte bei dunklen Kleidungsstücken
- Komplexität des Artworks und Farbdichte
- Ausschussquote von Kleidungsstücken während der Qualitätskontrolle (QC)
- Verpackung und Fulfillment (für On-Demand-Modelle)
Zusätzlich erhöhen übergroße Grafiken oder schwere Textilien den Tintenverbrauch und die Aushärtungszeit, was den Endpreis beeinflussen kann.
Für eine präzise Margenplanung sollten Marken Kostenaufschlüsselungen auf Basis von Designgröße, Textilfarbe und prognostiziertem Auftragsvolumen anfordern, statt sich auf generische Stückpreisangebote zu verlassen.
DTG-Druckzeit pro Shirt & Produktionskapazität
Neben den Kosten ist die Produktionsgeschwindigkeit ein entscheidender Faktor für Bekleidungsmarken – insbesondere für solche mit On-Demand-Modellen oder Limited-Edition-Drops. Das Verständnis der DTG-Druckzeit pro Shirt hilft Marken, Lieferzeiten, tägliche Output-Kapazitäten und Skalierbarkeit bei wachsendem Bestellvolumen zu planen.
Im Gegensatz zu bulk-orientierten Druckverfahren basiert die DTG-Produktion auf Maschinenzeit pro Teil, was die Durchlaufgeschwindigkeit direkt beeinflusst.
Durchschnittliche Druckzeit
Die durchschnittliche DTG-Druckzeit pro Shirt hängt von mehreren Faktoren ab:
- Designgröße (kleines Brustlogo vs. vollflächige Frontgrafik)
- Deckungsdichte der Tinte
- Ob eine weiße Unterdruckschicht erforderlich ist
- Druckermodell und Auflösungseinstellungen
Als allgemeiner Branchenrichtwert gilt:
- Helles Kleidungsstück (keine weiße Unterdruckschicht): 2–4 Minuten pro Shirt
- Dunkles Kleidungsstück (mit weißer Unterdruckschicht): 4–8 Minuten pro Shirt
Dies umfasst nicht die Trocknung nach der Vorbehandlung und die Aushärtungszeit, die je nach Workflow zusätzliche Minuten hinzufügen können.
Größere Designs mit hoher Tintenabdeckung verlängern die Druckdauer deutlich.
Chargen- vs. On-Demand-Produktion
DTG ist hoch kompatibel mit On-Demand-Fulfillment, da keine Siebeinrichtung oder Vorbereitung der Farbseparation erforderlich ist.
On-Demand-Modell:
- Druck erst nach Kundeneingang der Bestellung
- Geringeres Lagerrisiko
- Langsamerer Durchsatz pro Stück
- Ideal für E-Commerce-Shops
Batch-Produktionsmodell:
- Kleinserien in geplanten Produktionsblöcken drucken
- Verbesserte Workflow-Effizienz
- Bessere Farbkonstanz innerhalb der Charge
- Geeignet für saisonale Drops oder Vorbestellungen
Marken, die zwischen diesen Modellen wählen, sollten die Druckgeschwindigkeit mit der Verkaufsgeschwindigkeit und der Marketingstrategie abstimmen.
Skalierung von DTG für wachsende Marken
Die Skalierung der DTG-Produktion erfordert strategische Planung, da die Output-Kapazität an die Maschinenanzahl und die Effizienz der Bediener gebunden ist.
Zur Erhöhung der täglichen Produktionskapazität setzen Hersteller typischerweise auf:
- Zusätzliche DTG-Drucker hinzufügen
- Pretreatment-Workflow optimieren
- Förderbandtrockner für schnellere Aushärtung implementieren
- Bekleidungstypen standardisieren, um die Umrüstzeit zu reduzieren
Wenn die Auftragsgrößen jedoch in den Bereich von Hunderten pro Design wachsen, müssen Marken ggf. bewerten, ob DTG im Vergleich zu alternativen Drucktechniken weiterhin die effizienteste Methode bleibt.
Für Start-ups und Marken im Aufbau bietet DTG Flexibilität und eine gut planbare Produktionsgeschwindigkeit. Bei großvolumigen Bulk-Bestellungen sollten Kapazitätsgrenzen vor einer Zusage für High-Volume-Kampagnen sorgfältig bewertet werden.
DTG vs. DTF vs. Siebdruck: Vergleichstabelle für Bekleidungsmarken
Die Wahl zwischen DTG, DTF und Siebdruck hängt von Bestellgröße, Stoffart, Kostenstruktur und Designkomplexität ab. Nachfolgend finden Sie einen strukturierten Vergleich, der Bekleidungsmarken dabei hilft, zu bewerten, welche Methode zu ihrer Produktionsstrategie passt.

Kerntechnischer Vergleich
| Vergleichsfaktor | DTG-Druck | DTF-Druck | Siebdruck |
|---|---|---|---|
| Rüstkosten | Sehr niedrig | Niedrig–moderat | Hoch (Siebe pro Farbe) |
| Mindestbestellmenge | 1 Stück möglich | Kleine–mittlere Runs | Am besten ab 100+ Stück |
| Bestes Material | 100% Baumwolle | Baumwolle, Polyester, Mischgewebe | Breite Kompatibilität |
| Druckgriff | Weich, in das Gewebe eingezogen | Etwas dickere Transfer-Schicht | Farbe liegt auf der Oberfläche |
| Farbfähigkeit | Unbegrenzte Farben | Unbegrenzte Farben | Am besten für wenige, deckende Vollfarben |
| Verlauf & Detail | Exzellent | Sehr gut | Eingeschränkt bei komplexen Verläufen |
| Effizienz bei großen Stückzahlen | Niedrig | Mittel | Sehr hoch |
| Umgang mit dunklen Textilien | Erfordert weiße Unterlegung | Weißschicht auf Folie | Deckende Plastisolfarbe |
| Produktionsgeschwindigkeit (Bulk) | Langsamer | Moderat | Am schnellsten im großen Maßstab |
Vergleich der Kostenstruktur
| Kostenfaktor | DTG | DTF | Siebdruck |
|---|---|---|---|
| Kosten pro Shirt (kleine Aufträge) | Stabil | In mittleren Runs etwas niedriger als DTG | Hoch aufgrund der Rüstung |
| Kosten pro Shirt (große Aufträge) | Bleiben relativ stabil | Sinken moderat | Sinken deutlich |
| Tinten-/Materialabfall | Niedrig | Folien- + Pulverabfall | Abfall durch Sieberstellung |
| Einfluss der Artwork-Komplexität | Minimale Kostensteigerung | Minimale Kostensteigerung | Höhere Kosten bei mehr Farben |
Wann jedes Verfahren strategisch sinnvoll ist
| Produktionsszenario | Empfohlene Methode |
|---|---|
| Start-up-Marke mit niedriger MOQ | DTG |
| Print-on-Demand-E-Commerce | DTG |
| Kollektionen aus Baumwoll- & Polyester-Mischungen | DTF |
| Streetwear-Drops in mittleren Chargen | DTF oder DTG |
| 500+ Einheiten pro Design | Screen Printing |
| Begrenztes, einfarbiges Motiv | Screen Printing |
Strategische Einordnung für Bekleidungsmarken
Es gibt keine universell „bessere“ Methode.
- DTG ist auf Flexibilität und Designtests in kleinen Chargen optimiert.
- DTF bietet eine breitere Stoffkompatibilität.
- Siebdruck dominiert die Effizienz in der Großserienproduktion.
Für skalierende Marken liefert die Kombination von Verfahren je nach Auftragsvolumen und Bekleidungsart häufig das beste operative Gleichgewicht.
DTG-Designrichtlinien für Bekleidungsmarken
Gute Artwork-Qualität garantiert nicht automatisch starke Druckergebnisse. DTG überträgt digitale Dateien direkt auf den Stoff, daher muss die Designvorbereitung technischen Vorgaben folgen, um unscharfe Details, Tintenübersättigung oder unerwartete Farbverschiebungen zu vermeiden.
Für Bekleidungsmarken hilft das Verständnis von DTG-Design-Best-Practices, Musterüberarbeitungen zu reduzieren, Fehldrucke zu minimieren und eine konstante Produktionsqualität sicherzustellen.
Minimale Schriftgröße für DTG-Druck
Kleiner Text kann beim Druck auf Stoff aufgrund der Faserstruktur und der Tintenaufnahme an Klarheit verlieren.
Empfohlene Richtlinien:
- Minimale Schriftgröße: 8–10 pt für einfache serifenlose Schriften
- Ultradünne Serifenschriften bei kleinen Platzierungen vermeiden
- Größe bei dunklen Kleidungsstücken mit weißer Unterdruckschicht erhöhen
Sehr kleine Schrift kann nach dem Aushärten und Waschen leicht verschwommen wirken. Für Brustlogos oder Tag-ähnliche Drucke werden Testmuster dringend empfohlen.
Minimale Linienstärke
Feine Linien können beim Drucken aufbrechen, insbesondere auf texturierten Baumwollstoffen.
Empfohlene Mindestlinienstärke:
- 0,8–1,0 pt für helle Kleidungsstücke
- 1,2 pt oder stärker für dunkle Kleidungsstücke mit Unterdruck
Haarlinien oder komplexe Mikrodetails lassen sich über Produktionschargen hinweg möglicherweise nicht konsistent reproduzieren.
Anforderungen an hochauflösende Druckdaten
DTG ist auf Präzision der digitalen Datei angewiesen. Artwork mit niedriger Auflösung führt zu sichtbarer Pixelbildung.
Empfohlene Spezifikationen:
- Mindestens 300 DPI bei tatsächlicher Druckgröße
- Dateiformate: PNG (transparenter Hintergrund), TIFF oder hochwertiges PSD
- Text vor der Einreichung in Pfade umwandeln
- RGB-Farbmodus verwenden, sofern vom Hersteller nicht anders angegeben
Vermeiden Sie das Hochskalieren von Bildern mit niedriger Auflösung – dies verringert die Klarheit und beeinträchtigt die endgültige Druckschärfe.
Überlegungen zu Farbsättigung & Verläufen
DTG verarbeitet Verläufe und vollfarbige Motive sehr gut, jedoch bleibt ein konsequentes Farbmanagement wichtig.
Best Practices:
- Übermäßig dunkle Schatten vermeiden, die zu viel Tinte aufnehmen können
- Kontrast in den Mitteltönen für bessere Brillanz anpassen
- Helle Neontöne testen, da die Stoffaufnahme die Intensität leicht dämpfen kann
Der Druck auf dunklen Textilien mit weißer Unterlegung kann die wahrgenommene Helligkeit verändern. Marken sollten für wichtige Markenfarben Farbkalibrierungsmuster anfordern.
Häufige Designfehler bei DTG
Häufige Probleme, die zu Produktionsverzögerungen oder inkonsistenten Ergebnissen führen, sind:
- Extrem kleine Typografie
- Dünne Konturen auf dunklen Kleidungsstücken
- Große, massiv gefüllte Tintenflächen über große Bereiche
- Interaktion mit der Kleidungsstückfarbe ignorieren
- Artwork mit niedriger Auflösung einreichen
Die Abstimmung des Designs auf die Produktionsmöglichkeiten ist entscheidend. Bekleidungsmarken, die strukturierte DTG-Best Practices befolgen, reduzieren Sampling-Zyklen und verbessern die Gesamtkosteneffizienz.
Vorteile und Grenzen des DTG-Drucks
DTG-T-Shirt-Druck bietet hohe Flexibilität und Gestaltungsfreiheit, hat jedoch – wie jedes Produktionsverfahren – technische Grenzen. Bekleidungsmarken sollten vor der Entscheidung für DTG als zentrale Produktionslösung sowohl Vorteile als auch Einschränkungen bewerten.
Zu verstehen, wo DTG am besten funktioniert – und wo nicht – hilft, unpassende Produktionsstrategien zu vermeiden.
Wesentliche Vorteile
1. Niedrige Mindestbestellmenge (MOQ)
DTG ermöglicht Druck ab einem einzelnen Stück. Damit ist es ideal für Start-ups, Mustererstellung und Print-on-Demand-Modelle.
2. Unbegrenzte Farboptionen
Es fallen keine zusätzlichen Rüstkosten pro Farbe an. Komplexe Motive, Verläufe und fotografische Bilder können ohne farbabhängige Preissteigerungen gedruckt werden.
3. Weicher Griff (auf Baumwolle)
Da DTG-Tinte in die Fasern einzieht, statt stark auf der Oberfläche zu liegen, fühlt sich der Druck im Vergleich zu dicken Farbschichten traditioneller Verfahren oft weicher an.
4. Schnelle Design-Umsetzung
Ohne Sieberstellung kann die Produktion nach der Freigabe des Artworks schnell beginnen.
5. Ideal für Design-Tests
Marken können neue Grafiken testen, ohne sich auf große Lagerbestände festzulegen.
Technische Einschränkungen
1. Beste Leistung auf Baumwolle
DTG funktioniert am effektivsten auf 100% Baumwolle. Ein hoher Polyesteranteil reduziert die Tintenaufnahme und die Farbbrillanz.
2. Langsamer bei großen Großaufträgen
Jedes Shirt erfordert individuelle Druckzeit. Bei Hunderten oder Tausenden von Stück pro Design wird die Produktionseffizienz begrenzt.
3. Komplexität von Weißtinte auf dunklen Textilien
Der Druck auf schwarzen oder dunklen Shirts erfordert weiße Unterlegungsschichten, was den Tintenverbrauch und die Produktionszeit erhöht.
4. Höhere Stückkosten bei Skalierung
Im Gegensatz zum Siebdruck sinken die DTG-Stückkosten mit steigender Menge nicht signifikant.
5. Große, vollflächige Farbflächen können schwerer wirken
Vollflächige Drucke können die Tintentrenkung erhöhen und die Atmungsaktivität leicht beeinträchtigen.
Wann DTG NICHT empfohlen wird
DTG-Druck ist möglicherweise nicht die geeignetste Option, wenn:
- Große Bulk-Bestellungen (500+ Stück pro Design) produzieren
- Vorwiegend auf leistungsfähigen Stoffen mit hohem Polyesteranteil drucken
- Bei hohem Volumen mit einfachen, begrenzten Vollfarben gestalten
- Den niedrigstmöglichen Stückpreis für Massenproduktion anstreben
Für Bekleidungsmarken, die skalierbare Produktlinien aufbauen, wird DTG häufig strategisch eingesetzt – für Muster, Low-MOQ-Drops und Design-Tests – während alternative Verfahren die Produktion in hohen Stückzahlen oft effizienter abwickeln.
Wann sollten Bekleidungsmarken DTG-Shirt-Druck wählen?
DTG-Shirt-Druck ist keine Universallösung für jedes Produktionsszenario. Seine Stärke liegt in Flexibilität, geringem Lagerbestandsrisiko und hoher Designkomplexität. Bekleidungsmarken sollten Auftragsgröße, Geschäftsmodell und Wachstumsphase bewerten, bevor sie DTG als primäres Druckverfahren wählen.
Nachfolgend sind die häufigsten Situationen aufgeführt, in denen DTG strategisch sinnvoll ist.
Startup-Marken & Kollektionen mit niedriger MOQ
Für neue Bekleidungsmarken kann die Bindung großer Lagerbestände finanziellen Druck und Lagerrisiken verursachen. DTG ermöglicht die Produktion sehr kleiner Mengen – sogar Einzelstücke – ohne hohe Rüstkosten.
DTG ist besonders geeignet, wenn:
- Eine neue Marke mit begrenztem Kapital starten
- Mehrere Grafik-Konzepte gleichzeitig testen
- Made-to-Order-Geschäftsmodelle betreiben
- Große Vorab-Lagerbestände vermeiden
Die Möglichkeit, Kollektionen mit niedriger MOQ zu produzieren, macht DTG zu einem praktikablen Einstieg für aufstrebende Labels.
Sampling & Designtests
Bevor Marken sich auf die Serienproduktion festlegen, benötigen sie häufig eine Musterfreigabe. DTG ermöglicht:
- Schnelle Prototypenfertigung
- Visuelle Bestätigung der Farbgenauigkeit
- Testen von Platzierung und Größe
- Kleine interne Review-Chargen
Dies reduziert das Risiko kostspieliger Designfehler, bevor in größere Produktionsverfahren wie den Siebdruck skaliert wird.
Limited-Edition-Drops
Streetwear- und Online-First-Marken veröffentlichen häufig limitierte Drops, um Exklusivität und Nachfrage zu erzeugen. DTG unterstützt dieses Modell durch:
- Kleinserienproduktion
- Schnelle Bearbeitungszeit nach Finalisierung des Artworks
- Minimale Restbestände
- Flexible Nachbestellmengen je nach Nachfrage
Da keine Sieberstellung erforderlich ist, können Designs ohne wesentliche Kostenfolgen häufig aktualisiert werden.
Nicht ideal für großvolumige Großaufträge
Obwohl DTG Flexibilität bietet, ist es möglicherweise nicht die kosteneffizienteste Methode für:
- Große Corporate-Uniform-Bestellungen
- Hochvolumige Promotion-Kampagnen
- 500+ Stück pro Einzel-Design
- Einfache zweifarbige Grafiken in Serienproduktion
In diesen Fällen liefert der Siebdruck häufig niedrigere Stückkosten und einen schnelleren Durchsatz in der Serienfertigung.
Für Bekleidungsmarken kann die effektivste Produktionsstrategie eine Kombination von Verfahren sein. DTG kann frühes Wachstum, Tests und limitierte Drops abdecken, während alternative Drucktechniken die Expansion im großen Maßstab unterstützen, sobald die Nachfrage planbar wird.
FAQs
1. Was ist DTG-Druck auf T-Shirts?
DTG-Druck (Direct-to-Garment) ist ein digitales Druckverfahren, bei dem wasserbasierte Tinten mithilfe von Inkjet-Technologie direkt auf das Textil aufgebracht werden. Das Motiv wird unmittelbar auf die Oberfläche des Kleidungsstücks gedruckt und anschließend thermisch fixiert, um eine hohe Haltbarkeit zu gewährleisten. Dieses Verfahren wird häufig für detailreiche, vollfarbige Grafiken auf Baumwoll-T-Shirts eingesetzt.
2. Ist DTG besser als Siebdruck?
DTG eignet sich besonders für kleine Stückzahlen, komplexe Motive und Produktionen mit niedrigem MOQ. Der Siebdruck ist in der Regel kosteneffizienter bei großen Auflagen mit einfachen Farbdesigns. Die optimale Wahl hängt vom Bestellvolumen, dem Stofftyp und den Produktionszielen ab.
3. Wie lange hält DTG-Druck?
Bei sachgemäßer Vorbehandlung und thermischer Fixierung können DTG-Drucke etwa 30–50 Waschgänge ohne signifikantes Ausbleichen überstehen. Die Haltbarkeit hängt von der Stoffqualität, der Genauigkeit des Fixierungsprozesses und der richtigen Pflege des Kleidungsstücks ab (Kaltwäsche, auf links drehen, Trocknen bei niedriger Temperatur).
4. Kann DTG auf Polyester gedruckt werden?
DTG liefert die besten Ergebnisse auf 100 % Baumwolle. Der Druck ist auch auf Baumwollmischgeweben möglich, jedoch kann ein hoher Polyesteranteil zu geringerer Farbbrillanz und reduzierter Haltbarkeit führen. Für polyesterreiche Textilien sind alternative Verfahren wie DTF häufig besser geeignet.
5. Reißt oder verblasst DTG-Druck?
DTG-Drucke neigen in der Regel nicht zum Reißen wie dicke Plastisol-Tintenschichten. Allerdings können unsachgemäße Fixierung, eine hohe Tintenabdeckung oder aggressive Waschbedingungen im Laufe der Zeit zu Ausbleichen führen. Eine korrekte Produktion sowie eine angemessene Pflege erhöhen die Langlebigkeit erheblich.
6. Wie hoch sind die Kosten für DTG-Druck pro T-Shirt?
Die Kosten für DTG-Druck pro Kleidungsstück variieren je nach Qualität des Textils, Größe des Motivs, Tintenabdeckung und Bestellmenge. Kleine Auflagen weisen in der Regel stabile Stückpreise auf, während größere Serien im Vergleich zum Siebdruck nicht immer zu deutlichen Kostensenkungen führen. Für eine präzise Kalkulation empfiehlt sich die Anforderung eines Angebots auf Basis des spezifischen Designs und der geplanten Stückzahl.

